Aufruf zur Demo am 24.7.26 um 15 Uhr am Odeonsplatz
München beteiligt sich erstmals mit einem eigenen Disability Pride Month an einerwachsenden Bewegung in Deutschland. Menschen mit Behinderungen, Angehörige und Unterstützer*innen gehen gemeinsam auf die Straße. Sie zeigen: Wir gehören mitten in die Gesellschaft und Teilhabe ist ein Menschenrecht! Geplant sind im gesamten Juli Veranstaltungen, Aktionen und Begegnungen in der Stadt. Höhepunkt ist eine große Demonstration am 24. Juli 2026. Auftakt ist um 15 Uhr am Odeonsplatz. Die Eröffnungsrede wird der neue Oberbürgermeister Dominik Krause halten. Anschließend zieht ein breites Bündnis aus Menschen mit Behinderungen und ihrenVerbündeten durch die Münchner Innenstadt. Die Demonstration steht unter dem Motto„Wir sind stolz und wir sind laut – Barrieren werden abgebaut!“. Zudem findet am 17. Juli 2026 ab 18 Uhr im Trafo Neuhausen ein Politiktalk statt. Wir befragen dabei die neu gewählten Stadträt*innen, zu den Forderungen zur Kommunalwahl, welche wir als Behindertenbeirat aufgestellt haben. Anmeldung dafür ist ab dem 8. Juni möglich. Weitere Informationen folgen auf www.behindertenbeirat-muenchen.de. Der Disability Pride Month hat seine Wurzeln in den USA: Im Juli 1990 kämpften behinderte Aktivist*innen dort für Gleichberechtigung und die gesetzliche Verankerung von Inklusion. Daraus entstand eine internationale Bewegung für Sichtbarkeit, Selbstbestimmung undgesellschaftliche Teilhabe.
Das Symbol dieser Bewegung ist die Disability Pride Flagge. Sie wird ab dem 17. Juli 2026 am Marienplatz wehen, ergänzt durch Informationstafeln, welche die Bedeutung der unterschiedlichen Farben erläutern. Deutschland hat 2009 die UN-Behindertenrechtskonvention unterschrieben und sich damit verpflichtet, Barrieren abzubauen und Teilhabe zu stärken. Aktuell werden Teilhabe und Barrierefreiheit jedoch als Kostenfaktor betrachtet. Viele Menschen mit Behinderungen müssen deshalb um ihr Recht auf ein selbstbestimmtes Leben fürchten. Der Disability Pride Month München soll daher Mut machen, Aufmerksamkeit für die Lebensrealität von Menschen mit Behinderungen schaffen und den Zusammenhalt in der Münchner Stadtgesellschaft stärken.

