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Fragen und Antworten

Sie können uns jederzeit persönlich ansprechen, wir sind für Sie da!

089 – 76 37 37

Ihre Fragen, unsere Antworten:

Verdacht auf K.O.-Tropfen – was tun?

Der Begriff K.O.-Tropfen ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von Substanzen mit betäubender/narkotisierender Wirkung. Da sie farb- und geruchlos und nahezu geschmacksneutral sind, bemerken viele Betroffene die Einnahme zunächst nicht. Je nach Dosierung und in Kombination mit Alkohol und anderen Drogen können lebensbedrohliche Zustände (Koma, Atemstillstand) auftreten. Ärztliche Hilfe ist also dringend geboten.

Oft haben betroffene Frauen bei Verdacht auf K.O.-Tropfen gleichzeitig Alkohol zu sich genommen und können deshalb die Symptome nicht zuordnen und/oder schämen sich.

Folgende Symptome können ein Hinweis darauf sein, dass Ihnen K.O.-Tropfen verabreicht wurden:

  • Übelkeit, starke Kopfschmerzen, Schwindel
  • Orientierungslosigkeit
  • Aufwachen an einem unbekannten Ort
  • Erinnerungslücken, bruchstückhafte oder zusammenhangslose Erinnerungen
  • Verletzungen am Körper und/oder im Intimbereich, ohne Erklärung dafür

Was können Sie tun?

  • Wenn Sie noch in einer Bar oder in einem Club sind, sprechen Sie die Barkeeper*innen an. Sie können Ihnen helfen, einen Arzt/eine Ärztin zu holen.
  • Wenn Sie nach dem Aufwachen das Gefühl haben, dass Ihnen K.O.-Tropfen gegeben wurden: Handeln Sie sofort! Gehen Sie direkt in eine Klinik oder nehmen Sie Kontakt mit der Allgemeinen Ambulanz der Frauenklinik auf (Maistraße 11, München, 089/ 44005- 4321 bzw. -4567), um eine Probe nehmen zu lassen. Im Falle einer Anzeigenerstattung ist die Untersuchung auf K.O.-Tropfen kostenlos.
  • K.O.-Tropfen bauen sich sehr schnell im Körper ab und können daher nur relativ kurz nach Einnahme (6 bis 12 Stunden) nachgewiesen werden. Auf jeden Fall sollten Ärzt*innen darauf hingewiesen werden, dass sie Blut oder Urin auf solche Substanzen untersuchen lassen.

Beratungsstelle kontaktieren:

Bleiben Sie mit dem, was Ihnen geschehen ist, nicht allein, holen Sie sich Unterstützung. Wir glauben Ihnen und beraten Sie zu allen weiteren Schritten – kostenlos und anonym: 089 / 763737.

 

 

 

 

 

 

 

 

In welchen Fällen können Sie sich an uns wenden?
  • Sie brauchen Unterstützung nach einer Vergewaltigung.
  • Sie überlegen, eine Anzeige zu erstatten.
  • Sie haben Anzeige erstattet und wünschen sich Begleitung.
  • Sie haben in der Kindheit sexuellen Missbrauch erlebt.
  • Sie werden sexuell belästigt, z. B. durch einen Vorgesetzten oder einen Kollegen.
  • Sie fühlen sich bedroht und wollen sich schützen.
  • Sie möchten Informationen zu Traumatherapie.
  • Sie kennen eine betroffene Frau* und möchten sie unterstützen.
  • Sie haben Interesse an einem Selbstbehauptungskurs.
  • Sie haben Interesse an psychosozialer Prozessbegleitung.

In unserer Beratungsstelle müssen Sie nichts erzählen, was Sie nicht erzählen wollen.
Sie entscheiden!

Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf über

Wann spricht man von sexueller Belästigung?

Sexuelle Belästigung bezeichnet nicht gewünschte, sexuelle Annäherungen.

Hier drei Beispiele, wann von sexueller Belästigung gesprochen wird:

  • Ein Kollege betätschelt seine Kollegin unerwünscht, drängt sich in der Kantinenschlange an sie oder massiert ihr ungefragt den Nacken. Das ist sexuelle Belästigung.
  • Der Vorgesetzte starrt seiner Mitarbeiterin in den Ausschnitt, macht anzügliche Bemerkungen über ihre Figur oder ihr sexuelles Verhalten. Das ist sexuelle Belästigung.
  • Direkte oder indirekte Aufforderungen zum Sex. Das ist sexuelle Belästigung.

Wenn Sie betroffen sind, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf. Wir helfen Ihnen kostenlos und auf Wunsch anonym.

Was versteht man unter sexuellem Missbrauch?

Sexueller Missbrauch oder sexuelle Gewalt ist jede sexuelle Handlung, die an Kindern und Jugendlichen gegen deren Willen vorgenommen wird.
Gegen deren Willen bedeutet auch, wenn sie aufgrund  körperlicher, seelischer, geistiger oder sprachlicher Unterlegenheit nicht wissentlich zustimmen können. Der Täter oder die Täterin nutzt dabei seine/ihre Machtposition aus, um eigene Bedürfnisse auf Kosten des Kindes zu befriedigen.

Sehr bedeutend für die Folgen von erlebtem Missbrauch ist die Reaktion des sozialen Umfeldes.
Ein unterstützendes Umfeld, das dem Kind Glauben schenkt, kann die Folgen abmildern.

Meist bestehen die psychischen Folgen nicht nur kurzfristig, sondern die Opfer leiden auch mittel- und langfristig darunter,
teilweise ihr ganzes Leben.

Sie leiden unter den Folgen von sexuellem Missbrauch?
Dann wenden Sie sich an uns – wir helfen Ihnen kostenlos und auf Wunsch anonym.

Sie müssen nichts erzählen, was Sie nicht erzählen wollen.
Sie entscheiden!

Was ist ein Trauma?

Ein traumatisches Ereignis wird vom Organismus als (lebens-)bedrohlich wahrgenommen. Eine Vergewaltigung, sexueller Missbrauch oder andere Formen der Gewalt sind extrem belastend für den Körper und die Psyche. Manchmal reichen die vorhandenen Strategien nicht (mehr) aus, um die Folgen des Traumas zu bewältigen. In einer Traumaberatung oder Traumatherapie werden u. a. neue Bewältigungsstrategien erlernt und so die Kontrolle zurück gewonnen.

Wir bieten persönliche Traumaberatung und Traumatherapie für Frauen…

  • nach einer Vergewaltigung.
  • nach sexuellem Missbrauch in der Kindheit.
  • nach sexueller Belästigung, z. B. durch den Arbeitgeber/durch einen Kollegen.
  • bei Stalking.

Für Hilfe und Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: Telefon: 089 76 37 37

„Erste Hilfe“ nach Vergewaltigung

Viele Frauen* haben nach einem sexuellen Übergriff oder einer Vergewaltigung Angst, davon zu erzählen. Sie fühlen sich schmutzig, schuldig, schämen sich und sie fürchten, dass ihnen nicht geglaubt wird.

Unmittelbar nach einer Vergewaltigung sind Frauen* in einem psychischen Ausnahmezustand. Jede Frau* reagiert anders nach einem Übergriff. Es gibt keine allgemein gültige Reaktion. Jedes Verhalten und jedes Gefühl der Frau* ist richtig. Alle Symptome sind der Versuch einer Bewältigung, sind die normale Reaktion auf ein unnormales Ereignis. Möglich sind Erinnerungslücken oder Schwierigkeiten, das Geschehene zeitlich einzuordnen. Die Täter sind den Frauen in den meisten Fällen bekannt.

Wenn Ihnen ein Verbrechen, wie eine Vergewaltigung oder sexuelle Nötigung angetan worden ist, sind Sie sich vermutlich unsicher, ob Sie den Täter anzeigen wollen und wie es jetzt weitergehen kann. Sie sollten/dürfen/können sich für Ihre Entscheidung Zeit nehmen. Folgende Punkte sollten Sie dabei beachten:

  • Kontaktieren Sie eine Beratungsstelle: Bleiben Sie mit dem, was Ihnen geschehen ist und Ihren Fragen nicht allein, kontaktieren Sie uns oder eine andere Beratungsstelle
  • Machen Sie sich Notizen zur Tat: Halten Sie fest, was passiert ist. Sie können Stichpunkte oder ein Gedächtnisprotokoll aufschreiben (möglichst genau was, wann und wie es passiert ist). Mit der Unterstützung einer vertrauen Person kann dies leichter fallen.
  • Beweismaterial sichern: Beschädigte Kleidung, Wäsche, Bettlaken oder Gegenstände, mit denen der Täter in Berührung gekommen ist, können wichtige Beweisstücke in einem Strafverfahren sein. Besonders Wäschestücke mit Sperma-, Speichel- oder Blutspuren sollten deshalb ungewaschen, trocken und getrennt in Papiertüten aufbewahrt werden. Denken Sie auch an das elektronische Beweismaterial – Kommunikation mit dem Täter (Emails, Nachrichten in Netzwerken, SMS, etc.)
  • Wichtiger Hinweis: Die meisten Frauen verspüren nach der Tat das Bedürfnis zu duschen. Tun Sie das nach Möglichkeit nicht, bevor Sie in der Klinik waren. Wichtige Spuren können sonst verloren gehen.
  • Ärztliche Hilfe: Gehen Sie möglichst bald, innerhalb der ersten 12 Stunden, in eine Klinik und erklären Sie, was passiert ist. Lassen Sie sich ein Attest geben, in dem alle Verletzungen und ihr psychischer Zustand aufgeführt sind. Lassen Sie sich auch gynäkologisch untersuchen und Beweise sichern; am besten in der Allgemeine Ambulanz der Frauenklinik der Universität München:

Maistraße 11, 80337 München – vertrauensvolle telefonische Beratung- kostenlose Untersuchung und Beweissicherung- (Foto-) Dokumentation von Verletzungen- Sicherung und Aufbewahrung von Beweismitteln und Spuren – ggf. Vermittlung an soziale EinrichtungenTel. Erreichbarkeit für Terminvereinbarung: 8:30 – 16 Uhr, Tel.: 089/ 44005- 4321 (Ambulanz)

Nach 16 Uhr/an Wochenenden und Feiertagen über die Notaufnahme: Tel.: 44005-4567

Die Behandlung und Beweissicherung ist auch ohne Anzeigeerstattung möglich. Ärztinnen und Ärzte unterliegen der Schweigepflicht und dürfen sich nicht an die Polizei wenden.

Was Sie vor einer Anzeige wissen sollten:

Vergewaltigung ist ein Verbrechen (Offizialdelikte) und muss deshalb von der Polizei und von der Staatsanwaltschaft verfolgt werden, sobald diese davon Kenntnis erhalten. Wenn Sie also eine Anzeige erstattet haben, kann diese nicht mehr zurückgenommen werden.

Es kann hilfreich sein, die Aussage bei der Polizei in Begleitung einer Anwältin/eines Anwalts zu machen. Es ist ebenfalls möglich, dass wir Sie in dieser Situation begleiten.

Beratungsstelle kontaktieren:

Bleiben Sie mit dem, was Ihnen geschehen ist, nicht allein, holen Sie sich Unterstützung. Wir glauben Ihnen und beraten Sie zu allen weiteren Schritten.

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir beraten Sie kostenlos und auf Wunsch anonym. Telefon: 089 76 37 37

 

 

 

An wen wende ich mich bei einem Notfall?

In Notfällen rufen Sie uns an unter der Telefonnummer:

089 – 76 37 37

oder schreiben Sie uns über unser Online-Formular:

Zur anonymen Onlineberatung

oder schreiben Sie uns eine E-Mail:

info@frauennotruf-muenchen.de

Kann ich mir den Text auf dieser Internetseite vorlesen lassen?

Ja, Sie können sich die Texte unserer Internetseite vorlesen lassen!

1. Möglichkeit:

Über oder neben den Texten finden Sie eine Schaltfläche „Vorlesen“.

Grafik Beispiel Vorlese-Button
Wenn Sie diese anklicken, wird der Text der Seite vorgelesen.

 

2. Möglichkeit:

Markieren Sie mit Ihrer Maus den Textabschnitt, den Sie vorlesen lassen wollen.
Grafik Beispiel Textmarkierung
Es erscheint die Vorlese-Schaltfläche. Wenn Sie darauf klicken, wird der markierte Text vorgelesen.

Wie helfen wir Frauen in Not?
  • Wir glauben Ihnen.
  • Wir stehen in Krisensituationen an Ihrer Seite.
  • Wir unterstützen Sie darin, die Folgen von Gewalt zu verarbeiten.
  • Wir beantworten Ihre Fragen.
  • Wir klären Sie über Ihre Rechte auf.
  • Wir entwickeln mit Ihnen Lösungen, damit es Ihnen wieder besser geht.
  • Was Sie uns erzählen, das sagen wir nicht weiter.
  • Wir stehen unter Schweigepflicht.
  • Sie können anonym bleiben, brauchen Ihren Namen nicht zu nennen.
  • Unsere Beratung kostet nichts.
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