Der Begriff K.O.-Tropfen ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von Substanzen mit betäubender/narkotisierender Wirkung. Da sie farb- und geruchlos und nahezu geschmacksneutral sind, bemerken viele Betroffene die Einnahme zunächst nicht. Je nach Dosierung und in Kombination mit Alkohol und anderen Drogen können lebensbedrohliche Zustände (Koma, Atemstillstand) auftreten. Ärztliche Hilfe ist also dringend geboten.

Oft haben betroffene Frauen bei Verdacht auf K.O.-Tropfen gleichzeitig Alkohol zu sich genommen und können deshalb die Symptome nicht zuordnen und/oder schämen sich.

Folgende Symptome können ein Hinweis darauf sein, dass Ihnen K.O.-Tropfen verabreicht wurden:

  • Übelkeit, starke Kopfschmerzen, Schwindel
  • Orientierungslosigkeit
  • Aufwachen an einem unbekannten Ort
  • Erinnerungslücken, bruchstückhafte oder zusammenhangslose Erinnerungen
  • Verletzungen am Körper und/oder im Intimbereich, ohne Erklärung dafür

Was können Sie tun?

  • Wenn Sie noch in einer Bar oder in einem Club sind, sprechen Sie die Barkeeper*innen an. Sie können Ihnen helfen, einen Arzt/eine Ärztin zu holen.
  • Wenn Sie nach dem Aufwachen das Gefühl haben, dass Ihnen K.O.-Tropfen gegeben wurden: Handeln Sie sofort! Gehen Sie direkt in eine Klinik oder nehmen Sie Kontakt mit der Allgemeinen Ambulanz der Frauenklinik auf (Maistraße 11, München, 089/ 44005- 4321 bzw. -4567), um eine Probe nehmen zu lassen. Im Falle einer Anzeigenerstattung ist die Untersuchung auf K.O.-Tropfen kostenlos.
  • K.O.-Tropfen bauen sich sehr schnell im Körper ab und können daher nur relativ kurz nach Einnahme (6 bis 12 Stunden) nachgewiesen werden. Auf jeden Fall sollten Ärzt*innen darauf hingewiesen werden, dass sie Blut oder Urin auf solche Substanzen untersuchen lassen.

Beratungsstelle kontaktieren:

Bleiben Sie mit dem, was Ihnen geschehen ist, nicht allein, holen Sie sich Unterstützung. Wir glauben Ihnen und beraten Sie zu allen weiteren Schritten – kostenlos und anonym: 089 / 763737.